Der große Umweltreport, Teil 1 - Elektrofahrzeuge sind ökologische Zeitbomben

Deutschlands Energiepolitik ist eine Ansammlung umweltpolitischer Fehlentscheidungen. Elektrofahrzeuge entpuppen sich als ökologische Zeitbomben. Erneuerbare Energien führen europaweit zu Blackouts. Die Politik riskiert Deutschlands Wohlstand für Technologien, die keine Zukunft haben.


Von Walter Ehret


Wenn Politik und Medien in der Bevölkerung Hysterien entfachen, sollen damit meist unpopuläre Entscheidungen durchgesetzt werden. Das galt in der Vergangenheit in der Zuwanderungsfrage genauso, wie für den Streit um erneuerbare Energien. Jüngstes Beispiel eines solchen Hypes ist der gegenwärtige Klimawahn, in dessen Fahrwasser hoch umstrittene Elektrofahrzeuge und CO2-Steuern durchgesetzt werden sollen.

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Die realen Fakten des deutschen Schadstoffausstoßes sehen dabei so aus: Deutschlands Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß betrug 2019 weniger als 2 % [1]. Der Straßenverkehr verantwortet davon gerade einmal 16 % [2]. Das theoretische CO2-Einsparungspotenzial durch die Einführung von Elektrofahrzeugen beträgt also lediglich rund 0,3 Prozent am gesamten deutschen Schadstoffaufkommen. Diese Zahlen legen bereits nahe, dass die minimalen CO2-Einsparung nicht das Hauptmotiv für die Einführung des Elektroantriebs gewesen sein kann.


In der Frage der Elektromobilität spielte der Umweltschutz keine Rolle


Eben das belegen nun Regierungsunterlagen. Im Regierungsprogramm Elektromobilität [3] bestätigt die Berliner-Administration, dass Umweltgedanken bei der Umgestaltung des deutschen Straßenverkehrs nur eine Nebenrolle spielten. Tatsächlich geht es der Bundesregierung, ausweislich dieses Programms, vor allem um den Umbau und eine breite Förderungen der gesamten deutschen Kernindustrien. Die Deutsche Wirtschaft soll durch die Neuausrichtung, in Richtung Elektromobilität, ein weltweites "Alleinstellungsmerkmal" erhalten. Hierzu schreibt die Bundesregierung auf Seite 6 und 7 des Regierungsprogramms unter anderem:

„Die deutsche Industrie ist gefordert, ihre technologische Spitzenstellung auch im Bereich der Elektromobilität zu sichern und die Marke „Made in Germany“ für Elektrofahrzeuge, Systeme und Bauteile auf dem Weltmarkt zu etablieren. Der Maschinen und Anlagenbau spielt hier eine besondere Rolle." ...

und weiter:

"Deutschland soll sich nicht nur zu einem „Leitmarkt Elektromobilität“ entwickeln, sondern sich mit Innovationen im Bereich Fahrzeuge, Antriebe und Komponenten sowie der Einbindung der Fahrzeuge in die Strom- und Verkehrsnetze künftig auch als ein „Leitanbieter Elektromobilität“ etablieren.“

Wirtschaftsvorgaben wie diese durchziehen die gesamte Planungsschrift wie ein roter Faden. Die Wirtschaftsumgestaltung aber wird nach den aktuellen Planungen des "Bundes-Klimakabinetts" 40 Milliarden Euro aus den staatlichen Fördertöpfen verschlingen [18]. Mutmaßlich aus diesem Grund drängt die Politik deshalb gegenwärtig auch so vehement auf die sogenannte „CO2-Steuer“. Man sollte diese geplante Sonderabgabe deshalb besser als Wirtschaftsförderungssteuer bezeichnen. Das wäre ehrlicher.


Die Steuerzahler sollen also, folgt man dem Arbeitspapier Klimaförderung der Bundesregierung [19], einmal mehr die künftigen Aktiengewinne deutscher Unternehmen mit höheren Benzinpreisen, steigenden Energiekosten, einer Ausweitung des Mautzinses und mit einer um 100 Prozent steigenden Flugticketsteuer finanzieren.


Elektrofahrzeuge sind nicht nennenswert umweltfreundlicher


Den vernachlässigbaren Nutzen von E-Fahrzeugen in Bezug auf den Emissionsausstoß im Straßenverkehr bestreiten heute tatsächlich nur noch klimareligiöse Narren. Denn so lange der für den Betrieb der Elektromobilität notwendige Strom nicht durch emissionsfreie Stromerzeugung bereit gestellt werden kann, ist jeder Versuch durch Elektroanriebe zu weniger Schadstoffbelastungen zu gelangen zum Scheitern verurteilt. Deshalb sehen auch viele Wissenschaft und Umweltverbände in der Batterietechnik nur einen eingeschränkten Mehrwert für die Umwelt:



  • Felix Creutzig, vom Mercator Research Institut, führt zum Thema im Interview mit dem Deutschlandfunk weiter aus: Der für den Betrieb von Elektrofahrzeugen notwendige Strom kann nicht ökologisch erzeugt werden und die Produktion, vor allem der Batterietechnik, verursacht deshalb heute noch große Mengen an CO2-Emissionen“ [6].


Ein erstes konkretes Beispiel für die hohe Umweltbelastung bei der Produktion von Elektrofahrzeugen lieferte hierzu erstmals die schwedische IVL-Studie [7]. Auf deren Grundlage errechnete ein Reporterteam für ein Telsa Model S gewaltige 17,5 Tonnen CO2 alleine für die Batterieherstellung [8].


Auch wenn diese Zahl in der Fachwelt umstritten ist, fasst die schwedische Studie den mangelnden Nutzen des Batterieantriebs doch so zusammen:

Und damit liegt die Studie aus physikalischer und umweltpolitischer Sicht unbestritten richtig.


Elektrische Fahrzeug-Antriebe bergen zusätzlich aber auch ganz real unbeherrschbare Risiken. Weltweit gehen seit der Einführung des Elektroantriebs beispielsweise regelmäßig Elektrofahrzeuge aller Marken und Hersteller ohne äußeren Einfluss in Flammen auf. Man kann es regelmäßig in den Nachrichten verfolgen:




Lithium-Ionen-Antriebe sind tickende Zeitbomben


Berichte wie diese gibt es zu Hunderten. Vor allem Politik und Medien sollten deshalb in Bezug auf die Risiken der Elektroantriebstechnik keine Überraschung heucheln. Das Problem der selbstzündenden Lithium-Ionen-Batterien ist seit vielen Jahren bekannt:




Die gegenwärtigen Probleme der Lithium-Ionen-Antriebe waren also vorhersehbar. Auch für Politik und Wirtschaft. Auch aus diesen Gründen ist es deshalb falsch zu behaupten, Elektrofahrzeuge geraten nicht öfter in Flammen als herkömmliche Fahrzeugkonstruktionen.


Wie hoch die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch E-Mobil-Brände sein wird, wenn 2030 nach den politischen Planungen tatsächlich 10 Millionen Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen rollen [17], kann sich dabei jeder selbst ausrechnen. Wie die Feuerwehren, die heute bereits an ihrer Einsatzgrenzen gelangen, mit diesen Problemen umgehen sollen, wenn nahezu unlöschbare Elektrofahrzeugbrände beispielsweise in Tiefgaragen oder hoch frequentierten Verkerstunnelsystemen entstehen, weiß dabei wohl nicht einmal die Politik selbst.


Doch Diskussionen um die Sinnhaftigkeit der breiten Einführung der Elektro-Antriebs-Technologien sind gegenwärtig in der künstlich herbeigeführten Klimahysterie nicht möglich. Die Interessensvertreter aus Wirtschaft, Medien und Politik sorgen mit immer weiteren Angstberichterstattungen dafür, dass das auch so bleibt. Wirtschaftliche Interessen wiegen in Deutschland eben nach wie vor schwerer, als der Schutz der Öffentlichkeit vor unberechenbaren Technologien.


Wer in Deutschland aber tatsächlich vom Geschäft mit Elektrofahrzeugen profitiert, wie die Politik daraus ihren Nutzen zieht und wie gefährlich die Entsorgung von Lithium-Ionen-Batterien ist, lesen sie im zweiten Teil unseres großen Umweltreports: „Elektroantriebe: So riskant wie Atommüll“.


Verwendete Quellen:

[1] Statista - Die zehn Länder mit dem größten Anteil am CO2 Ausstoß weltweit im Jahr 2016: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/179260/umfrage/die-zehn-groessten-c02-emittenten-weltweit/

[2] Focus - CO2-Ausstoß in Deutschland - Grafik: https://www.focus.de/wissen/klima/klimapolitik/tid-16450/klimapolitik-co2-ausstoss-in-deutschland_aid_459568.html

[3] Bundesregierung – Regierungsprogramm Elektromobilität - PDF: https://www.bmbf.de/files/programm_elektromobilitaet(1).pdf

[4] ARD-Video PlusMinus - Elektroautos fahren erst nach 250.000 km umweltfreundlicher als Diesel-Fahrzeuge: https://www.youtube.com/watch?v=IjejbaF1zh4&fbclid=IwAR0NThMK9h8-lMPHehluv5wVqjKnh4QqHK8ln2Z0Hn91Zr_KqG9UbKdd8FM


[5] ADAC-Studie - Elektroautos fahren erst nach 250.000 km umweltfreundlicher als Diesel: https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/studie-oekobilanz-pkw-antriebe-2018/

[6] Deutschlandfunk - Elektroautos sind nicht die sofortige Wunderwaffe: https://www.deutschlandfunk.de/co2-reduzieren-elektroautos-sind-nicht-die-sofortige.676.de.html?dram:article_id=450643

[7] Schwedische ivl-Studie - The Life Cycle Energy Consumption and Greenhouse Gas Emissions from Lithium-Ion Batteries:

https://www.ivl.se/download/18.5922281715bdaebede9559/1496046218976/C243+The+life+cycle+energy+consumption+and+CO2+emissions+from+lithium+ion+batteries+.pdf

[8] Die Welt – Viel mehr CO2 als gedacht: E-Auto-Batterie: https://www.welt.de/motor/news/article165544500/E-Auto-Batterie.html

[9] EnergieExperten - Wie stark belastet die Batterieherstellung die Ökobilanz von Elektroautos? https://www.energie-experten.ch/de/mobilitaet/detail/wie-stark-belastet-die-batterieherstellung-die-oekobilanz-von-elektroautos.html

[10] ARD Plusminus - Risiko Elektroautos: Neue Herausforderungen für die Feuerwehr: https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/risiko-elektroautos-100.html

[11] Insalzach24.de - Bus und Halle in Flammen: https://www.innsalzach24.de/innsalzach/region-burghausen/burghausen-ort481637/burghausen-grosseinsatz-feuerwehr-wegen-bus-brand-burgkirchener-strasse-neben-tankstelle-12746130.html

[12] Hamburger Abendblatt - Feuerwehr kann Elektroautos nur schwer löschen: https://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article226458921/Feuerwehr-kann-Elektroautos-nur-schwer-loeschen.html

[13] hessenschau.de - Eigentlich nicht zu löschen: Wenn E-Autos Feuer fangen: https://www.hessenschau.de/panorama/eigentlich-nicht-zu-loeschen-wenn-e-autos-feuer-fangen,brennende-e-autos-feuerwehr-100.html

[14] Focus - Neues Samsung Galaxy Note 9 gerät in Brand (Samsung Galaxy Note 9 ): https://www.focus.de/digital/handy/erinnerungen-an-note-7-boese-erinnerungen-an-pannen-handy-neues-galaxy-note-9-geraet-in-flammen_id_9606346.html

[15] Gamestar - Explodierende Akkus - Problem in Mülldeponien und Recyclingcentern: https://www.gamestar.de/artikel/explodierende-akkus-problem-in-muelldeponien-und-recyclingcentern,3329893.html

[16] USA.today - Cell phones thrown in the trash are exploding, causing 5-alarm fires in garbage trucks: https://eu.usatoday.com/story/tech/talkingtech/2018/05/18/cell-phones-lithium-ion-batteries-exploding-causing-trash-fires/619897002/

[17] Spiegel online - Scheuer will zehn Millionen Elektroautos: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/verkehrsministerium-will-zehn-millionen-e-autos-bis-2030-a-1274272.html

[18] CDU - Klimaeffizentes Deutschland - Mit Innovationen in die Zukunft:

https://www.cdu.de/artikel/klimaeffizientes-deutschland-mit-innovationen-die-zukunft

[19] Die Welt - Wie die Union den Grünen beim Klimaschutz Paroli bieten will:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article200385076/Wie-die-CDU-den-Gruenen-beim-Klimaschutz-Paroli-bieten-will.html

Titelbild: ARD-Plusminus

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